Crochunter´s Umweltnews

News & Fakten über unsere Umwelt und unser Klima

BUND-Bilanz und Ausblick: 2010 Höhepunkt der Anti-Atom-Proteste. 2011 steht Agrarreform an: Großdemonstration am 22. Januar in Berlin

Berlin: "2010 war nicht das Jahr des so genannten Wutbürgers. Es war ein Jahr demokratischer und phantasievoller Bürgerproteste gegen Fehlentscheidungen wie die Aufkündigung des Atomausstiegs oder die Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde." Dieses Fazit zieht Hubert Weiger, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in einer Rückschau auf das Jahr 2010. Für 2011 erwartet er zwei Hauptthemen, an denen der BUND arbeiten wird: „Die Europäische Union steht 2011 in der Agrar- und Klimapolitik vor entscheidenden Weichenstellungen. Die Verteilung von fast 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen muss neu geregelt und das Klimaschutzziel von minus 20 Prozent CO2 muss auf minus 40 Prozent erhöht werden.“

Die Anhebung der Ziele zur CO2-Minderung für alle Staaten der Europäischen Union sei ebenso dringend erforderlich wie eine stärker an Umwelt- und Tierschutz orientierte Landwirtschaft. Bei beiden Themen komme der Bundesregierung eine Schlüsselrolle zu. Verweigere sie sich ambitionierten Klimaschutzzielen und blockiere sie die anstehenden Agrarreformen, werde sie ihrer Verantwortung für eine zukunftsfähige Wirtschaftsweise nicht gerecht.

"Positive Trends im Natur- und Umweltschutz gingen 2010 leider nicht auf das Konto der schwarz-gelben Bundesregierung. Der isländische Vulkan Eyjafjallajökull und die Wirtschaftskrise haben mehr zur Reduzierung der globalen Treibhausgase beigetragen als die Umweltpolitik von Kanzlerin Angela Merkel und Umweltminister Norbert Röttgen. In Deutschland sind die CO2-Emissionen im letzten Jahr sogar um etwa 30 Millionen Tonnen gestiegen", sagte Weiger. Die zu starke Abhängigkeit der Industriestaaten von fossilen Rohstoffen habe auch die Explosion der Ölbohrinsel „deep water horizon“ und die anschließende Ölkatastrophe im Golf von Mexiko deutlich gemacht.

"Weder die Bundesregierung noch die deutsche Wirtschaft haben die nötigen Lehren aus den Umweltdebatten der vergangenen Jahre gezogen. Strengere Vorgaben zur Verbrauchsminderung für Autohersteller wurden blockiert, Straßen und Autobahnen übertriebenen Verkehrsprognosen hinterher geplant, umweltfreundliche Verkehrsmittel wie die Bahn vernachlässigt und mit Laufzeitverlängerungs-Geschenken an Atomstromkonzerne der Ausbau der erneuerbaren Energien behindert. Federführend in rückwärtsgewandter Umweltpolitik ist meist das von FDP-Politiker Rainer Brüderle geleitete Bundeswirtschaftsministerium", sagte Weiger.

2010 habe die schwarz-gelbe Bundesregierung mit der neuen Abgabe auf Atom-Brennstäbe und der Luftverkehrssteuer erste Schritte beim Abbau umweltschädlicher Subventionen getan. Diese Maßnahmen seien jedoch allein der klammen Haushaltslage geschuldet gewesen. Zu den Erfolgen des Jahres 2010 gehöre, dass das Bundesverfassungsgericht die gentechnikfreie Landwirtschaft geschützt habe, indem es die strengen Regeln zum Schutz vor Verunreinigungen von Äckern mit Gentech-Pflanzen bestätigte.

International habe es 2010 ebenfalls einige Erfolge gegeben. Weiger: "Im UN-Jahr der Biodiversität hat sich die Weltgemeinschaft in Japan auf den Abbau umweltschädlicher Subventionen bis 2020 verständigt und Anfang Dezember wurde im mexikanischen Cancun der UN-Prozess für ein globales Klimaschutzabkommen vor dem Scheitern bewahrt. Trotzdem kommt der Klimaschutz nur schleppend voran. Wenn die Industriestaaten nicht endlich mit verbindlichen und strengeren CO2-Minderungszielen aufs Tempo drücken, werden sich Zahl und Ausmaß der vom Menschen verursachten Klimakatastrophen leider noch erhöhen."

Weiger hob hervor, dass es 2010 eine Renaissance der Anti-Atom-Bewegung gegeben habe. Hunderttausende seien für eine zukunftsfähige Energieversorgung ohne Atomkraft auf die Straße gegangen. Für 2011 kündigte der BUND-Vorsitzende neue Demonstrationen an: "Wir werden den erstarkten Bürgerprotest gegen die fragwürdigen Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke, gegen Prestigeprojekte wie `Stuttgart 21` und gegen eine verfehlte Agrarpolitik auch im kommenden Jahr auf die Straße tragen. Schon am 22. Januar veranstalten wir anlässlich der Grünen Woche in Berlin gemeinsam mit einem breiten Bündnis von Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden eine große Kundgebung für Gentechnikfreiheit und Agrarreformen. Und wenn sich im April die Tschernobyl-Katastrophe zum 25. Mal jährt, werden wir deutschlandweit zu Protesten gegen die schwarz-gelbe Atompolitik aufrufen."

Pressekontakt: Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425/-489, Mobil: 01 71 / 8 31 10 51, presse@bund.net

Quelle: BUND.net


Revolution im Poster- und Leinwanddruck

Centurixx GmbH, Posterado.de [Pressemappe]
Reppenstedt (ots) - Der Trend geht immer mehr in den Online-Druck. So öffnet auch Posterado.de seine Pforten für all jene, die ihr Wunschmotiv auf Poster oder Leinwand gedruckt haben möchten. Posterado.de druckt grün, nämlich umweltfreundlich. …
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BUND-Bilanz und Ausblick: 2010 Höhepunkt der Anti-Atom-Proteste. 2011 steht Agrarreform an: Großdemonstration am 22. Januar in Berlin

BUND [Pressemappe]
Berlin (ots) - "2010 war nicht das Jahr des so genannten Wutbürgers. Es war ein Jahr demokratischer und phantasievoller Bürgerproteste gegen Fehlentscheidungen wie die Aufkündigung des Atomausstiegs oder die Verlegung des Stuttgarter …
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Neu im Natur-Aktien-Index (NAI): SNS Reaal

NAI - der Natur-Aktien-Index [Pressemappe]
Hamburg (ots) - Das nachhaltige Finanzinstitut SNS Reaal wird zum 1.1.2011 neu in den internationalen ethisch-ökologischen Natur-Aktien-Index (NAI) aufgenommen. Das hat der NAI-Ausschuss entschieden, der für die Zusammensetzung des Index …
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Neues Bildmaterial von der Deutschen Energie-Agentur (dena): Bilder stehen kostenfrei in den Bilddatenbanken zur Verfügung (mit Bild)

Deutsche Energie-Agentur GmbH (dena) [Pressemappe]

Berlin (ots) - Rund 87 Prozent des gesamten Energiebedarfs in privaten Haushalten werden für die Raumerwärmung und Warmwasser benötigt. Durch fachgerechtes Sanieren und moderne Gebäudetechnik können bis zu 80 Prozent davon eingespart werden. …
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Tiere können träumen - Je größer und gewundener das Gehirn, desto länger die Traumphasen

Gruner+Jahr, WUNDERWELT WISSEN [Pressemappe]
München (ots) - 23. Dezember 2010 - Wer ein Haustier besitzt, ahnt: Auch Tiere können träumen. Wie die Zeitschrift WUNDERWELT WISSEN in ihrer aktuellen Ausgabe (01/2011 ab heute im Handel) berichtet, haben Schlafforscher die Gehirnströme …
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Kein Gesundheitsrisiko bei Energiesparlampen / Lampenhersteller Megaman kritisiert EU-Parlamentarier

MEGAMAN Energiesparlampen - IDV GmbH [Pressemappe]
Langenselbold (ots) - Der Lampenhersteller MEGAMAN (IDV GmbH) weist Äußerungen der EU-Parlamentarier Herbert Reul (CDU) und Silvana Koch-Mehrin (FDP) zu angeblichen Gesundheitsgefahren bei Energiesparlampen zurück. "Das ist Politrhetorik. Das …
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2011 steht Agrarreform auf der Tagesordnung: Demonstration am 22. Januar in Berlin mit Nnimmo Bassey, Träger des Alternativen Nobelpreises 2010

Berlin: Nachdem das Statistische Bundesamt am Montag Zahlen herausgegeben hat, nach denen immer mehr Schweine in immer größeren Ställen gehalten werden, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) und die Kampagnenorganisation Campact heute weitere Details veröffentlicht. So sei die absolute Zahl der Schweine zwischen Januar und November 2010 um rund 360000 Tiere auf knapp 27 Millionen gestiegen. Jedes zehnte Schwein aus deutschen Tierfabriken gehe in den Export. Im Durchschnitt esse jeder Deutsche pro Jahr etwa 55 Kilogramm Schweinefleisch und insgesamt etwa 88 Kilogramm Fleisch- und Fleischprodukte.

Geflügel wie Hühnchen und Putenfleisch werde ebenfalls im Übermaß und zunehmend in Mega-Mastanlagen produziert. In Deutschland sei deren Erzeugung 2010 im Vergleich zu 2009 um 10 Prozent auf derzeit etwa 1,6 Millionen Tonnen Geflügelfleisch im Jahr gestiegen. Niedrige Umwelt- und Tierschutzstandards und fragwürdige Agrarsubventionen hätten zu diesem Boom beigetragen. Im Schnitt esse jeder Deutsche fast 20 Kilogramm Geflügelfleisch im Jahr.

Für die BUND-Agrarexpertin Reinhild Benning belegen diese Zahlen die Notwendigkeit einschneidender Reformen in der Agrarpolitik: „Dringend erforderlich ist die Umverteilung der Agrarförderung weg von Mega-Mastanlagen und weg von großen Lebensmittelkonzernen hin zur art- und umweltgerechten Landwirtschaft. Die EU-Kommission hat dazu brauchbare Vorschläge gemacht. Hingegen wollen Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner und die meisten Länderagrarminister eine gerechtere Verteilung der fast 60 Milliarden Euro Agrarsubventionen verhindern. Die weitere Fixierung auf die Ausweitung der Exporte schadet der Umwelt, den Tieren und den nachhaltig wirtschaftenden Bauernhöfen.“

Die Überproduktion von Fleisch und Milch in industrialisierten Tierhaltungsanlagen nütze vor allem einigen wenigen Nahrungsmittelkonzernen, die Billigprodukte in großen Mengen auf die Weltmärkte werfen würden. Großbetriebe kassierten zugleich rund 80 Prozent der EU-Direktzahlungen, während auf der anderen Seite das Sterben kleinerer und mittlerer Bauernhöfe weitergehe. Vor diesem Hintergrund sei es nicht hinnehmbar, dass die Bundesregierung alle Informationen zur Transparenz bei den Agrarsubventionen aus dem Internet genommen habe.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, will ein breites Bündnis aus Umwelt-, Agrar- und Tierschutzverbänden unter dem Motto „Wir haben es satt. Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumpingexporten!“ am 22. Januar in Berlin aus Anlass der Grünen Woche für eine neue Agrarpolitik demonstrieren. Das Bündnis von rund 20 Verbänden erwartet mehrere Tausend Menschen zu der Kundgebung, die von einem Dutzend Traktoren begleitet werden soll.

Felix Kolb, Geschäftsführer von Campact: „Konsumforscher sagen ein Sinken des Fleischkonsums um etwa ein Prozent pro Jahr voraus. Das heißt, in der Bevölkerung gibt es bereits einen Stimmungsumschwung. Die Risiken der Agro-Gentechnik, die Massentierhaltung in Agrarfabriken, Umweltzerstörung und Armutsbeförderung durch Dumping-Exporte werden nicht länger ausgeblendet. Und immer mehr Menschen lehnen die Überproduktion von Fleisch mit all ihren negativen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt ab.“

Jochen Fritz von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL): „Das Bundesverfassungsgericht fällte in diesem Jahr entscheidende Urteile, um die Bundesregierung und die Agrarindustrie an die Notwendigkeit von Regeln zum Schutz vor gentechnischen Verunreinigungen der Äcker und an den Tierschutz zu erinnern. Die Verbraucher wollen gentechnikfreie, tiergerecht und fair erzeugte Lebensmittel. Auch dafür gehen wir anlässlich der Grünen Woche in Berlin auf die Straße.“

Der Nigerianer Nnimmo Bassey, Träger des diesjährigen Alternativen Nobelpreises und Vorsitzender der BUND-Dachorganisation Friends of the Earth International wird der prominenteste Redner auf der Demonstration am 22. Januar sein. Er will vor allem die negativen Auswirkungen der europäischen Agrarpolitik auf die Märkte in Entwicklungsländern thematisieren.

Weitere Informationen zur Demonstration am 22. Januar finden Sie im Internet unter: www.bund.net/wir-haben-es-satt

Pressekontakt: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, Tel. 0 30 / 2 75 86-481, Jochen Fritz von der AbL, Mobil: 01 71 / 8 22 97 19, fritz_jochen@web.de bzw. Rüdiger Rosenthal, BUND-Pressesprecher, Tel. 0 30 / 2 75 86-425 / -489, Mobil 01 71 / 8 31 10 51, presse@bund.net

 

Quelle: BUND.net


2011 steht Agrarreform auf der Tagesordnung: Demonstration am 22. Januar in Berlin mit Nnimmo Bassey, Träger des Alternativen Nobelpreises 2010

BUND [Pressemappe]
Berlin (ots) - Nachdem das Statistische Bundesamt am Montag Zahlen herausgegeben hat, nach denen immer mehr Schweine in immer größeren Ställen gehalten werden, haben der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), die …
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Quelle: Presseportal


Einladung zur Pressekonferenz (29.12.): NABU verleiht den "Dinosaurier des Jahres 2010"

NABU [Pressemappe]
Berlin (ots) - Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen, wie jedes Jahr dürfen Umweltsünder nicht auf beschauliche Feiertage hoffen. Der NABU verleiht in guter Tradition zwischen Weihnachten und Silvester den …
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Quelle: Presseportal


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