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BUND bei UN-Klimaverhandlungen in Barcelona

Am Montag beginnt in Barcelona die letzte Verhandlungsrunde vor der UN-Klimaschutzkonferenz im Dezember in Kopenhagen, bei der ein Kyoto-Anschlussabkommen unterzeichnet werden soll. Nachdem Norwegen und Schweden angekündigt haben, ihre CO2-Emissionen bis 2020 um 40 Prozent zu reduzieren, fordert der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) von anderen Industriestaaten ebenfalls ambitionierte Reduktionsziele. Die USA bieten nach dem derzeitigen Stand der Verhandlungen gerade mal ein bis sieben Prozent Reduktionen an, Japan 15 Prozent. Nötig wären laut IPCC- Bericht mindestens 25 bis 40 Prozent CO2-Reduktion in den Industriestaaten bis 2020.
 
"Die Weltgemeinschaft muss sich in Kopenhagen dringend auf ein faires Klimaabkommen einigen, mit dem die globale Erderwärmung auf unter zwei Grad Celsius eingedämmt werden kann. Unter der Verweigerungshaltung der Industriestaaten, konkrete Klimaziele vorzulegen, leiden vor allem die Menschen in den ärmsten Ländern der Welt. Sie bekommen die Folgen des Klimawandels wie Wetterextreme, Dürren und Überschwemmungen besonders zu spüren", sagt Antje von Broock, BUND-Expertin für Internationale Umweltpolitik.
 
Bei der Finanzierung von Klimaschutz und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel in den Entwicklungsländern gibt es von Seiten der Industriestaaten ebenfalls keine konkreten Zusagen. Auf dem heute endenden EU-Gipfel bekräftigten die Regierungschefs lediglich, dass sie bereit seien ihren "fairen Anteil" zu tragen. Welche Summen die Entwicklungsländer aus den EU-Staaten erwarten können, blieb offen. Von Broock: "Die EU bleibt den Entwicklungsländern feste Zusagen schuldig und verpasst damit eine Chance, den Verhandlungen neuen Schwung zu verleihen."
 
 
Antje von Broock verfolgt die UN-Verhandlungen ab Montag für den BUND vor Ort in Barcelona. Für Fragen steht Sie gerne zur Verfügung.
 
Mobil: +49  (0) 1 73 / 6 07 16 01
antje.vonbrock@bund.net

Quelle: BUND.net

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