Das Umweltinstitut München begrüßt das heute von Bundeslandwirtschaftsministerin Aigner verhängte Anbauverbot für den Gen-Mais MON810 in Deutschland. Als nächster Schritt sollte jetzt ein Verbot des geplanten Anbaus von genmanipulierten Pharma-Kartoffeln folgen.
Quelle: UmweltschutzNews
Bei den ersten UN-Klimaverhandlungen in diesem Jahr in Bonn, die heute zum Abschluss kamen, gab es in den großen politischen Fragen keine Bewegung. "Die derzeitigen Ziele und finanziellen Zusagen sind nicht ausreichend für das notwendige Abkommen in Kopenhagen", kommentiert Klaus Milke, Vorstandsvorsitzender von Germanwatch. "Von den Regierungschefs der einzelnen Staaten muss auf den kommenden internationalen Treffen bis hin zum G8-Gipfel Anfang Juli deutlich gemacht werden, dass der Wille vorhanden ist, die globale Erderwärmung deutlich unter 2 Grad zu halten. Nur dies kann die notwendige Dynamik für das Abkommen in Kopenhagen erzeugen."
Quelle: UmweltschutzNews
Die Stadt Waiblingen schreibt auch dieses Jahr den "Waiblinger Kiebitz", einen Kinder- und Jugendmedienpreis zum Thema Natur- und Umwelt, aus. Der Preis, der nun bereits zum fünften Mal in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Kindermedienforschung der Hochschule der Medien (IfaK), Stuttgart, vergeben wird, prämiert dieses Mal eine Radiosendung für Kinder- und Jugendliche. Das Preisgeld beträgt 3000 €.
Quelle: UmweltschutzNews
Wer in Indien oder Brasilien Dinge des täglichen Bedarfs kaufen möchte, der kann das Angebot auf dem Tages- oder Wochenmarkt vor Ort prüfen – oder zur Konkurrenz gehen. Denn internationale Supermarktketten eröffnen immer neue Filialen und suchen den Zugang zu weiteren Konsumentengruppen.
Quelle: UmweltschutzNews
Nach dem Scheitern des geplanten Koalitionsvorhabens Umweltgesetzbuch hat der NABU der CDU/CSU umwelt- wie wirtschaftspolitische Kurzsichtigkeit vorgeworfen und mit der zügigen Novellierung des Bundesnaturschutzgesetzes neue Perspektiven im Umweltrecht gefordert.
Quelle: UmweltschutzNews
Viele "Light"-Produkte halten nicht, was sie versprechen. Ein Test der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch zeigt, dass die vermeintlich "leichten" und gesunden Lebensmittel oft wahre Zuckerbomben sind oder einen hohen Anteil an Fett oder Salz aufweisen.
Quelle: UmweltschutzNews
Erstmals wurde im Rahmen des von der EU geförderten Projekts MONARPOP (Monitoring Network in the Alpine Region for Persistent Organic Pollutants) die regionale und höhenmäßige Belastungsverteilung mit schwer abbaubaren organischen Schadstoffen (POP) in den Alpen untersucht. Dazu griffen die Forscher auf teils weltweit völlig neue Methoden zurück. Die Ergebnisse haben zum Teil bisher unbekannte Erkenntnisse zutage gebracht und zeigen damit die internationale Dimension der Belastung mit POPs.
Quelle: UmweltschutzNews
Die Bundesregierung hat vor rund einem Jahr die Planungen für eine nationale Strategie zur unternehmerischen Verantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR) aufgenommen. Mitte Januar traf nun zum ersten Mal ein von der Regierung berufenes Forum zusammen, das Empfehlungen zu dieser nationalen CSR-Strategie entwickeln soll. An dessen Aufgaben entzündete sich schon im Vorfeld des ersten Treffens Kritik.
Quelle: UmweltschutzNews
In Sachen Nachhaltigkeit zählte der Lebensmittel-Einzelhandel in den vergangenen Jahren nicht unbedingt zu den Vorreitern. Gewerkschaften und Umweltorganisationen brachten immer wieder mangelnde ökologische und soziale Standards ans Tageslicht, Überwachungs- und Lebensmittelskandale taten ihr Übriges. Jetzt scheint sich der Wind etwas zu drehen. Die Bekenntnisse zur Zukunftsfähigkeit nehmen zu.
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Berlin: Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) kritisierte die (heutige) Entscheidung von Agrarministerin Ilse Aigner, die Veröffentlichung der Agrarsubventionen um zwei Wochen auszusetzen, scharf. Damit ignoriere die Ministerin geltendes EU-Recht, nach dem Anfang Mai wie in allen EU-Staaten auch in Deutschland die Namen der Empfänger und die Höhe der Subventionen ins Internet gestellt werden müssten.
Reinhild Benning, Agrarexpertin des BUND: "Ministerin Aigner riskiert hohe Vertragsstrafen und damit Steuergeld, da sie mit der Vereitelung der Transparenz ein von der EU bereits angekündigtes Vertragsverletzungsverfahren provoziert. Sie beruft sich auf Urteile einiger Verwaltungsgerichte, die die Transparenz in Frage stellen. Damit ignoriert sie jedoch nicht nur EU-Recht, sondern auch ein höherinstanzliches Urteil, da das Oberverwaltungsgericht Münster bereits die Rechtmäßigkeit der Transparenz bestätigt hat."
Der BUND kritisierte außerdem, dass auch die Exportsubventionen verheimlicht werden sollen, obwohl gegen deren Veröffentlichung nicht einmal Klage eingereicht worden sei. "Die Exportsubventionen zu verheimlichen entbehrt jeder Begründung. Von der Geheimhaltung der millionenschweren Exportsubventionen profitieren vor allem Agrarkonzerne. Dazu gehören auch Großmolkereien, die Landwirte mit niedrigen Milchpreisen in den Ruin treiben. In welchem Ausmaß diese Unternehmen profitieren, soll nun im Dunkeln bleiben", kritisierte Benning.
Deutschland sei in der EU eines der Hauptexportländer von Agrarprodukten. Benning: "Zum Beispiel sind Agrarexporte auch in den Niederlanden ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Aber dort ist die Regierung wenigstens ehrlich und legt offen, wer von den öffentlichen Geldern in welcher Höhe profitiert. Daran muss sich Frau Aigner ein Beispiel nehmen. Die Agrarministerin muss die Exportsubventionen sofort offenlegen und die EU-Transparenzregelung umgehend umsetzen."
Kontakt: Reinhild Benning, BUND-Agrarexpertin, reinhild.benning@bund.net; Mobil: 01 75 / 7 26 37 79
Quelle: BUND.net