Beirut (dpa) - Die für diesen Montag angesetzte Wahl eines neuen Staatspräsidenten durch das libanesische Parlament ist erneut verschoben worden. Der Abgeordnete Antoine Sahra sagte, die Details einer Verfassungsänderung, die für die Wahl von Armeechef General Michel Suleiman zum Präsidenten notwendig wäre, seien noch nicht geklärt. Eine weitere Sitzung des Parlaments sei für den kommenden Samstag geplant.
Von Stefanie Baumer, dpa Hamburg (dpa) - Kahlgeschorene Mönche in roten Roben ziehen in Birma barfuß durch die Straßen. Der Widerstand der betenden Buddhisten gegen das Militärregime bleibt nicht lange friedlich. Mit Schlagstöcken, Tränengas und Schüssen wird die Revolte der Gottesmänner im Herbst brutal niedergeschlagen. In Konflikten wie diesem und in Kriegen verloren auch 2007 tausende Kinder, Frauen und Männer ihr Leben - im Irak, in Afghanistan, Pakistan oder auch im Libanon.
Jakarta (dpa) - Forscher haben in der abgelegenen indonesischen Provinz Papua zwei neue Tierarten entdeckt: ein Opossum, eines der weltweit kleinsten Beuteltiere, und eine Riesenratte. Die Ratte ist den Angaben zufolge ungefähr fünfmal so groß wie herkömmliche Nager, die in Städten leben, teilte die Umweltorganisation Conservation International am Montag in Jakarta mit. Das Tier habe das Camp der Wissenschaftler mehrere Male besucht und scheine keine Angst vor Menschen zu haben. Die Experten fanden die Tiere in einer Bergregion, in der bereits 2005 mehrere neue Arten aufgespürt worden waren. Die jüngste Entdeckung müsse noch überprüft werden, hieß es.
Berlin (dpa) - Nach der Weltklimakonferenz von Bali wird die Kritik vor allem an den USA lauter. «Aus Sicht der Europäischen Union und Deutschlands wäre es besser gewesen, wenn wir die wissenschaftlichen Erkenntnisse zum Klimawandel stärker berücksichtigt hätten», sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) der «Bild»-Zeitung (Montag). Das sei nur indirekt der Fall. «Das ist gescheitert am Widerstand der Vereinigten Staaten und Russlands.» Er zog in der ARD eine gemischte Bilanz. Der Kieler Klimaforscher Mojib Latif warf den USA im Bayerischen Rundfunk «Nachtreten» vor. Die Kritik der USA sei «absolut ungerechtfertigt».
Berlin (dpa) - In Afghanistan ist vermutlich erneut ein Deutscher entführt worden. Nach ZDF-Informationen vom Montag handelt es sich um einen Mann, der seit 2003 in Afghanistan lebt und in der Provinz Herat eine Schreinerwerkstatt betreibt. Er arbeite auch mit der Hilfsorganisation «Grünhelme» zusammen. Das Auswärtige Amt prüft entsprechende Hinweise, konnte aber noch keine Details nennen. «Wir bemühen uns um Aufklärung», sagte die stellvertretende AA-Sprecherin Julia Gross. Erst am 10. Oktober war der deutsche Bauingenieur Rudolf Blechschmidt nach fast dreimonatiger Geiselhaft in Afghanistan frei gelassen worden.
Berlin (dpa) - In Afghanistan ist nach ZDF-Informationen ein Deutscher entführt worden. Der Mann lebe seit 2003 in Afghanistan und habe in der Provinz Herat eine Schreinerwerkstatt, teilte das ZDF am Montag in Berlin mit. Er arbeite auch mit der Hilfsorganisation «Grünhelme» zusammen. Das Auswärtige Amt geht nach eigenen Angaben den Hinweisen nach.
Kabul (dpa) - Bei schweren Kämpfen zwischen radikalislamischen Taliban und US-geführten Koalitionstruppen im Süden Afghanistans sind mindestens 20 Aufständische getötet worden. Der Polizeichef der Provinz Kandahar sagte am Montag, bei den Gefechten am Vortag seien zudem neun Extremisten verletzt worden. Die Militäroperation der Koalitionstruppen hatte den Angaben zufolge am Donnerstag begonnen. Die Provinz Kandahar an der Grenze zu Pakistan gilt als Hochburg der Taliban. Seit Jahresbeginn sind in Afghanistan bei Kämpfen und Anschlägen mehr als 6000 Menschen ums Leben gekommen, so viele wie in keinem anderen Jahr seit dem Sturz der Taliban Ende 2001.
Hamburg (dpa) - Bereits 1974 wurde in Buschehr am Persischen Golf mit dem Bau von zwei iranischen Atomreaktoren begonnen. Der Schah hatte den Auftrag zum Bau der Meiler an die deutsche Siemens-Tochter Kraftwerk Union erteilt. Nach der islamischen Revolution 1979 wurden die Bauarbeiten eingestellt, 1995 setzte Russland sie fort. Mit der Fertigstellung des ersten Atomreaktors wird nun nach jüngsten Angaben im Herbst 2008 gerechnet.
Colombo (dpa) - Bei Kämpfen zwischen tamilischen Separatisten und der Armee sind im Norden Sri Lankas mindestens 26 Aufständische ums Leben gekommen. Das Verteidigungsministerium teilte am Montag mit, bei mehreren Feuergefechten mit Rebellen der Befreiungstiger von Tamil Eelam (LTTE) in der Region Wanni seien am Wochenende auch drei Regierungssoldaten getötet worden. Im rund 300 Kilometer nördlich der Hauptstadt Colombo gelegenen Bezirk Vavuniya wurden den Angaben zufolge zudem zwei Soldaten bei der Explosion einer Landmine verletzt. In dem seit 1983 andauernden Bürgerkrieg in Sri Lanka starben bislang fast 70 000 Menschen. Die LTTE kämpft für die Unabhängigkeit der tamilischen Minderheit und kontrolliert Teile des Nordens des südasiatischen Inselstaates.
Istanbul (dpa) - Die türkische Luftwaffe hat für jüngste Angriffe auf Stellungen der verbotenen Kurdischen Arbeiterpartei PKK im Nordirak grünes Licht aus den USA bekommen. Die US-Streitkräfte im Irak hätten den Luftraum für die türkischen Kampfflugzeuge geöffnet, zitierten türkische Zeitungen am Montag den türkischen Armeechef Yasar Büyükanit. Zudem seien Geheimdienstinformationen bereitgestellt worden. Die Angriffe seien der erfolgreichste Einsatz der türkischen Armee gegen die PKK seit langer Zeit.