Mythos Ostschrippe - Brötchenkultur aus DDR-Zeiten
Von Caroline Bock, dpa Berlin (dpa) - Zumindest bei den Brötchen war nicht alles schlecht: Auch 17 Jahre nach der Wiedervereinigung hält sich im Osten Deutschlands dieser Mythos. Es ist wie beim Ampelmännchen oder dem Rechtsabbieger-Pfeil. Die «Ostschrippe» gilt als eine der wenigen Errungenschaften aus DDR-Zeiten, die heute noch Fans haben. Kurz nach der Wende hielt das Wessi-Brötchen Einzug. Das war aufgeblasen und sah gut aus, wie vieles in der westlichen Glitzerwelt. Nur geschmeckt hat es vielen nicht, so dass heute Bäcker wieder stolz «Ostschrippe» ans Regal schreiben. Manchen kommt nur in die Tüte, was wie früher schmeckt. Und das war in der Erinnerung von Ostdeutschen besser, zumindest wenn die Ware nicht vom Konsum oder aus Backwarenkombinaten kam.
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