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Kerzen aus schadstoffarmen Rohstoffen

Kerzen sorgen in dunklen Tagen für gute Stimmung. Doch manchmal enthalten sie auch Stoffe, die gefährlich sind für Mensch und Umwelt. Vorsicht ist vor allem bei bunten Billig-Produkten und bei reich geschmückten Figurenkerzen geboten. Der BUND empfiehlt, auf Gütezeichen zu achten und die Kerzen rußarm abzubrennen.

In kaum einem anderen Land werden so viele Kerzen hergestellt wie in Deutschland. Im Jahr 2002 waren es beinahe 130.000 Tonnen. Über neunzig Prozent davon sind aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Stearinkerzen bestehen hingegen aus nachwachsenden Rohstoffen wie Rindertalg, Palm- oder Kokosfett. Kerzen aus kostbarem Bienenwachs spielen auf dem Markt kaum eine Rolle.

Beim Abbrennen der Kerzen können verschiedene umwelt- und gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt werden. Vor allem dann, wenn mehrere Kerzen brennen, die Flammen flackern und sich Ruß bildet. Mangelhafte Paraffinkerzen mit erhöhtem Schwefelgehalt lassen Schwefeldioxid entstehen, was zu allergieähnlichen Reaktionen führen kann. Die meisten allergisierenden, erbgutschädigenden oder auch krebserregenden Stoffe gelangen über Farben, Lacke und Duftmittel in die Kerzen - darunter Schwermetalle, halogenorganische Verbindungen, polyzyklische Moschus-Verbindungen und Flammschutzmittel.

Verbraucher sollten sich laut BUND beim Kauf an dem "RAL-Gütezeichen Kerzen" orientieren. Rund siebzig Prozent der in Deutschland angebotenen Kerzen tragen bereits dieses Siegel. Es verpflichtet Hersteller, mit möglichst schadstoffarmen Rohstoffen, Farben und Lacken zu arbeiten. Wenn die Kerzenflamme rußt, lieg das meist an Zugluft und einem zu langen Docht. Beim Löschen sollte der Docht kurz in das flüssige Wachs getaucht werden, damit kein Rauch entsteht. Danach empfiehlt es sich, gut zu lüften.

Informationen zum Gütezeichen Kerzen unter www.kerzenguete.com

Der Abdruck von BUND-Ökotipps ist kostenlos. Der BUND muss als Quelle erkennbar sein.

Stand: September 2007

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